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Das Schulprogramm des Christianeums

Die Schulgemeinschaft des Christianeums hat sich ausführlich und in langen Diskussionen zu einem gemeinsamen Schulprogramm verpflichtet, das als Leitlinie unserer pädagogischen Arbeit Orientierung und Ziel geben soll.

Lesen Sie hierzu einen Auszug aus unserem Schulprogramm:

Das Christianeum ist ein Gymnasium humanistischer Prägung.
   Wir wollen an unserer Schule die Entwicklung des jungen Menschen zu einer eigenständigen,
   verantwortlichen Person in den Mittelpunkt stellen.

Entwicklung soll eine Entwicklung zur eigenen zukunft sein. Jeder Mensch hat seine Wurzeln im Vergangenen. Erst in der Auseinandersetzung mit der Kultur- und Naturgeschichte kann das Verständnis für die eigene Geschichtlichkeit erwachsen. Und nur aus der Verbindung mit der eigenen Geschichte kann eine eigene Zukunft gestaltet werden.

   Wir wollen an unserer Schule die Möglichkeit nutzen, das Vergangene gegenwärtig werden zu lassen
   und sich damit auseinanderzusetzen, wir wollen die Möglichkeiten nutzen, die wurzeln aufzuzeigen,
   die jeden von uns, unsere Gemeinschaft und Kultur mit mehr als zweitausend Jahren Geschichte
   verbinden. Die Sprachen und Kulturen der Antike dienen uns als Grundlage für ein modernes
   Weltverständnis.

Eigenständigkeit bedeutet Selbst-Bewußtsein und die Achtung und den Respekt vor dem Anderen.
Selbst-Bewußtsein bedeutet, sich sehen und erleben zu lernen im Feld anderer Denk- und Lebensweisen, sich kennenzulernen mit seinen Stärken und Schwächen, sich auszudrücken und seinen Stil zu finden, sich anzunehmen mit seinen Möglichkeiten und seiner Leistungsfähigkeit. Selbst-Bewußtsein bedeutet auch, sich eingebunden zu erleben in die Gemeinschaft und zugleich die vielen Abhängigkeiten zu erfahren, in denen Menschen zueinander stehen.
Die Achtung vor den Anderen bedeutet, in jedem Anderen seinen unverlierbaren Wert zu erkennen, ihm mit Interesse und Verständnisbereitschaft entgegenzutreten. Aus der Eigenständigkeit entsteht die Kraft, dem anderen in Fairness, Solidarität und Nächstenliebe zu begegnen.

   Wir wollen an unserer Schule die Möglichkeit nutzen, Wissen und Erfahrungen zu zeigen und zu
   vermitteln, die Vielfalt des Denkens zuzulassen, ästhetisches Wahrnehmen und Können zu fördern,
 
   uns über Leistungen zu freuen und den Anderen fair gegenüberzutreten. 

Verantwortung heißt, für das eigene Handeln einzustehen. Das bedeutet zunächst, sich selbst und seinem Tun aufrichtig gegenüberzustehen, sich um Wahrhaftigkeit zu bemühen. Verantwortung bedeutet, sich bewußt zu machen, was zu tun ist, und danach zu handeln. Dazu gehört der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur. Verantwortung bedeutet schließlich , Fehler anzuerkennen und zu den Folgen des eigenen Handelns zu stehen.
In der Beziehung zum Anderen heißt Verantwortung, für den Anderen in seinen Nöten zu sorgen; in der Gemeinschaft bedeutet Verantwortung solidarisches und couragiertes Handeln.

   Wir wollen an unserer Schule die Möglichkeit nutzen, verantwortlich zu handeln und Verantwortung
   übernehmen zu lernen.