
Das Christianeum unterscheidet sich von anderen Gymnasien durch sein humanistisches Bildungskonzept, in dem die klassischen Sprachen eine wesentliche Säule darstellen. Latein als erste Fremdsprache ist gleichsam die Mutter der europäischen Kultur und die traditionelle Basissprache der Wissenschaft; sie schult logisches Denken und Sprachgefühl junger Menschen in besonderer Weise.
Das Christianeum präsentiert sich als eine lebendige und vielseitige Schule mit zahlreichen Verbindungen in alle Welt. Sieben Sprachen werden unterrichtet, neben den klassischen Sprachen Latein und Griechisch moderne Fremdsprachen wie Englisch, Russisch, Chinesisch, Französisch und Spanisch. Das Christianeum ist jedoch kein Sprachengymnasium, daneben stehen Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Religion und Philosophie sowie der Umgang mit modernsten digitalen Medien. Ästhetische Aktivitäten - mehrere Chöre und Orchester, Brass-Band, Bildende Künste und das Darstellende Spiel - haben einen besonderen Stellenwert.
Dies alles prägt das Profil des Christianeums, einer Schule, an der Lernen und Lebensfreude zusammengehören: Eigenständigkeit ebenso wie Achtung und Respekt vor den anderen, Anstrengung und Bewegung, Konzentration und Lebendigkeit. Am Christianeum wird nicht nur gelernt, sondern auch gelebt - dies ist ein ständiger Anspruch an die Arbeit mit den der Schule anvertrauten Kindern, jeden Tag aufs Neue.
Hans-Norbert Hoppe und Stefan Prigge
Schulleitung
Im Zentrum unserer Bemühungen steht der verträgliche Übergang von den Grundschulen auf unser Gymnasium. Um die neue Klassengemeinschaft zu stärken und die neue Schule als die eigene zu erfahren, stehen die ersten Wochen ganz im Zeichen gemeinsamer Erlebnisse mit den Klassenlehrern und den Paten. Paten, dies sind zuverlässige und im Umgang mit Kindern erfahrene ältere Schüler, die die "Neuen" über mehrere Jahre begleiten und unterstützen. Auf der Kennenlern-Klassenreise in den ersten Schulwochen werden auch gemeinsame für die Gemeinschaft verbindliche Regeln untereinander ausgearbeitet und festgelegt.
Alle Schüler beginnen in der 5. Klasse mit Latein als erster Fremdsprache. Englisch wird als zweite Fremdsprache selbstverständlich auch ab Klasse 5 unterrichtet.
Die Mittelstufe:
Mit der Wahl der dritten Fremdsprache werden die Klassen neu zusammengesetzt. Die Erfahrungen zeigen, dass nach drei gemeinsamen Jahren in einer Klassengemeinschaft eine Neuorientierung und Durchmischung der Gruppen wichtige neue Akzente und Herausforderungen stellen.
In der 8. Klasse kommt Griechisch oder Russisch als dritte Fremdsprache hinzu mit je vier Stunden in den Klassenstufen 8, 9 und 10. Als weitere Fremdsprachen können ab der 8. Klasse Chinesisch und ab der 10. Klasse Französisch und Spanisch neu aufgenommen werden. Alle Fremdsprachen bieten die Möglichkeit, Zertifikate zu erhalten, die Zugänge zu Auslandstudiengängen ermöglichen.
Die Studienstufe:
In der Studienstufe, den Klassenstufen 11 und 12, bewreiten sich die Schülerinen und Schüler gezielt auf das Abitur vor. Die neeue reformierte Oberstufe in Hamburg gliedert sich in drei verschiedene Arbeitsgebiete:
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Die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch oder Russisch als Fremdsprache müssen von allen Schülerinnen und Schülern belegt werden.
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Zusätzlich wählen die Schülerinnen und Schüler einen Profilbereich, in dem unterschiedliche Fächer inhaltlich verknüpft sind. Innerhalb der Profile wird in vierstündig unterrichtete Profil(=Haupt-)fächer und zweistündig unterrichtete Beifächer unterschieden. Das Christianeum ist aufgrund seiner Schülerzahl in der Lage ein breit gefächertes Angebot an Profilen anzubieten: Im Profil Klassische Sprachen bieten wir die Profilfächer Latein oder Griechsich mit den Beifächern Kunst
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Beifächer werden mit der Ausnahme der vierstündigen Fremdsprachen zweistündig unterrichtet.
| Deutsch Englisch Russisch Latein Griechisch |
Kunst Musik Geschichte Geographie Gemeinschafts- kunde |
Mathematik Physik Chemie Biologie Informatik |
Religion Philosophie Sport |
Wirtschaftspraxis
Informatik
Französisch
Spanisch
Chinesisch
Chor
Orchester
Brass Band
Darstellendes Spiel
- Sport |
- Handball
- Volleyball
- Fußball
- Hockey
- Leichtathletik
- Geräteturnen
- Kanufahren
- Schwimmen
- Tischtennis
- Badminton
- Jazzgymnastik
Seit einigen Jahren wird in der Klasse 10 ein Sozialpraktikum durchgeführt (von September bis Dezember einmal wöchentlich nachmittags). Das Praktikum ist angebunden an die Facher Ethik und Religion. Es soll möglichst im Umfeld der Schule bzw. im eigenen Stadtteil durchgeführt werden. Die Schüler sollen in dieser Woche praktische und persönliche Erfahrungen in konkreten sozialen Situationen erwerben, mit denen sie sonst nur theoretisch in Form von ethisch-moralischen Fragestellungen im Ethik- bzw. Religionsunterricht, aber auch in anderen Fächern konfrontiert werden. Es geht darum, soziale Kompetenzen und Verantwortungsbereitschaft zu fördern.
Seit vielen Jahren wird in der Vorstufe (neunstufiges Gymnasium) ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.
Im achtstufigen Gymnasium wird das Betriebspraktikum (ab dem Schuljahr 2007/2008) in Klasse 10 durchgeführt. Die Schüler erhalten hier die Möglichkeit zu einem ersten Kontakt mit der Berufswelt, beginnend mit der selbstständigen Bewerbung um einen Praktikumsplatz.
Das Betriebspraktikum wird von den Gemeinschaftskundelehrern betreut und von den Schülern in einem Praktikumsbericht ausgewertet.
Der Elternrat organisiert gemeinsam mit der Schule für das 12. Schuljahr alljährlich Tage der Berufsinformation, an denen die zukünftigen Abiturienten sich in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen und in Gesprächen mit Experten über wesentliche Berufsfelder informieren können.
Das Christianeum war nie eine reine Stadtteilschule. Der traditionelle Einzugsbereich erstreckt sich von Rissen und Wedel im Westen über Lurup und Osdorf im Norden bis zum Altonaer Kerngebiet im Osten.
Dadurch ergibt sich natürlich eine gemischte soziale Struktur. Es ist ein gemeinsamer Grundsatz der Lehrerschaft, darauf hinzuwirken, dass sich ausnahmslose alle Schüler an unserer Schule wohlfühlen können und gut miteinander auskommen. Klassen- und Projektreisen werden so geplant, dass niemand aus finanziellen Gründen zurückstehen muss.



