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Buchkunde - Inkunabel

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Inkunabel.ValMax.001

 

 

 

Inkunabel

 

Als Inkunabel (von lat. incunabula: Windeln; deutsch: Wiegendruck) bezeichnet die Buchwissenschaft in einer konventionellen Übereinkunft die gedruckten Schriften, die bis zum 31. Dezember 1500 datiert sind. Nach diesem Datum bis etwa 1510/1520 produzierte Druckwerke werden als Postinkunabeln bezeichnet.

Das Christianeum hält eine umfangreiche Sammlung von Inkunabeln in seinem Bestand. Ein Verzeichnis aller Drucks aus dem 15. Jahrhundert in der Bibliothek des Christianeums im Schulprogramm von 1897, erstellt von Dr. Johannes Claußen (von 1874 bis 1910 Professor und ab 1893 auch Bibliothekar am Christianeum) nennt 64 Inkunabeln. Davon sind heute 40 als gesichert im Gesamtkatalog der Wiegendrucke (Staatsbibliothek zu Berlin) erfasst und können dort online abgerufen werden (Allgemeine Recherche: Hamburg GyChristian). Die weitaus meisten stammten aus der Schenkung des Johann Peter Kohl (1698-1778), die als Donum Kohlianum 1768 dem Altonaer Gymnasium academicum übereignet wurde, sowie insbesondere aus der riesigen Bibliothek von Johann Adrian Bolten (1742-1807), dessen Inkunabelsammlung von insgesamt 30 Bänden mit über 40 Drucken das Christianeum 1808 in einer Auktion erwarb.Bucheinband.15.Jh.Koperte


Im Zuge der Übergabe von geschätzten 10.000 Bänden aus der Christianeumsbibliothek an die Hamburger Staatsbibliothek unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden auch Inkunabeln abgegeben; diese galten anschließend im Christianeum für Jahrzehnte als verschollen. 2005 konnten sie in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek alle dort aufgefunden werden – es fehlte kein einziges Stück. Die Bibliothek des Christianeums hält heute insgesamt 52 als Inkunabeln verzeichnete Drucke (darunter auch einige Postinkunabeln); die bis dahin im Christianeum vermissten 12 Drucke befinden sich heute in der SUB Hamburg und bekamen 2005 in deren digitalem Katalog den Hinweis auf ihre Provenienz.



Felicitas Noeske

Schlagwort: Inkunabel

Liste der Inkunabeln des Christianeums