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Buchkunde - Buchschnitt

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Buchschnitt


Als Schnitt bezeichnet man die drei Seiten des Buchblocks, die beim geschlossenen Buch sichtbar sind. Man unterscheidet dabei den Kopfschnitt (oben, der am ehesten verstaubt), den Vorderschnitt und den Unterschnitt (oder: Queue), auf dem das Buch im Regal steht.

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In früheren Jahrhunderten war der Buchschnitt nicht selten verziert, wie zum Beispiel durch Prägung oder durch Auflagen von Gold (Goldschnitt).

In der Zeit des frühen Buchdrucks wurden die Bücher in der Regel, wie zuvor auch die gebundenen Handschriften, liegend aufbewahrt, mit dem Buchrücken nach hinten. Zur Identifizierung des Werks malte man oft den Titel auf den Vorderschnitt, gelegentlich auch mit kleinen farbigen Mustern verziert. Bei den Inkunabeln in der Bibliothek des Christianeums finden sich Exemplare mit auf den Vorderschnitt aufgemalten Titeln.


Felicitas Noeske