Gymnasium CHRISTIANEUM

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Bibliothek Bestandsgeschichte

Bestandsgeschichte der Lehrerbibliothek - Die alten Stempel der Bibliothek

Beitragsseiten
Bestandsgeschichte der Lehrerbibliothek
60 Jahre verschwunden
Die alten Stempel der Bibliothek
Alle Seiten

 

 

Die alten Stempel der Bibliothek

 

Die ersten Bibliothekare des Christianeums listeten die Bestände im 18. Jahrhundert in gebundenen Verzeichnissen in ihrer Aufstellung nach der Größe der Exemplare auf: die Folianten kamen nach unten, die Quarts in die Mitte und die kleinen Oktavs nach oben ins Regal. Die ersten handschriftlichen Kataloge sortierten die Bücher entsprechend und numerierten sie durch; eine besondere Kennzeichnung der Bücher fand nicht statt, denn beim Auffinden half der Bibliothekar. Das funktionierte, solange die Bestände noch gering und deshalb überschaubar waren.

Mit der seit 1850 eingeführten systematischen Aufstellung der unterdessen in vierstelliger Anzahl vorhandenen Bücher, das heißt, einer Sortierung in den Regalen nach Sachgebieten, wurde als offizielles Eigentumszeichen der Stempel eingeführt. In den historischen Buchbeständen des Christianeums finden sich drei verschiedene: der eine Stempel war kreisrund mit einem Bildmotiv, einer Art Blumenkorb, in der Mitte; die beiden anderen, ein Oval und ein Kreis ohne bzw. dezentem Schmuck, betonten die Zugehörigkeit der Anstalt zum königlich-dänischen Altona. Eine genaue Datierung der Stempel und ihres Gebrauchs existiert bislang nicht; sie erforderte den Abgleich der Dienstzeiten der Bibliothekare mit deren Handschriften in den Bandkatalogen und den jeweiligen Signaturen in den Innendeckeln.

 

Inkunabel.ValMax.001_2

 

 

 

 

 

 

 

Alter Stempel der Bibliothek: "Ex Bibliotheca Gymnasii Altonani", mit dem Blumenkorb in der Mitte, hier im Valerius Maximus, gedruckt von Peter Schöffer 1471.

 

 

reineke.003.1579.lat.titel_2

 

 

 

 

 

 

 

Der ovale Bibliotheksstempel des königlichen Christianeums ohne Schmuck: "Bibliotheca Christianei Regii Altonensis", hier in einer lateinischen Ausgabe des Reineke Fuchs von 1574.

 

 

stempel3

 

 
 
 
 
 
 
 
 
Der kreisrunde Stempel des königlichen Gymnasiums in A. Piper, Altonas Brand am 8. Januar 1713, erschienen in Altona 1913
 
 
 
 
 
 
Der heutige Stempel der Bibliothek des Christianeums
 
Der heutige Bibliotheksstempel besteht in einem schmucklosen Kreis, darin innen am Rand: Bibliotheca und  Altonensis, dazu mittig quer: Christianei. Der Stempel findet sich nicht nur in den Werken des 20. Jahrhunderts und in Neuerscheinungen, sondern gelegentlich auch in den historischen Beständen, die nachsigniert wurden, weil sie zuvor noch nicht im Katalog erfasst gewesen waren, oder als Ergänzung im noch ungestempelten Innendeckel älterer Erschließungen.
 
stempel.heute
 
 
 
Felicitas Noeske

 (2013)