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Zum Bestand und dessen Erfassung

 

Der Katalog der Lehrerbibliothek -  heute insgesamt etwa 29 000 Bände mit wissenschaftlichem Sammlungscharakter, davon ca. 22 000 Bände Altbestand - wurde seit 1850 in 17 Bandkatalogen erstellt, und zwar in einer systematischen Aufstellung der Bestände. Ab ca. 1972 wurden die Bandkataloge in einen Zettelkatalog überführt, der seit 2007 digitalisiert wurde und von allen Computern im Christianeum abrufbar ist.

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Aus dem Bandkatalog B I, 1850 ff.

 

Zur Bestandssystematik

Seit 1850 ist der Buchbestand nach Sachgebieten geordnet, erkennbar an den Signaturen (z. B. A=alte Sprachen, B=Literatur usw.). Diese Ordnung und ihre thematischen nebst alphabetischen Unterteilungen werden in der Titelaufnahme nach wie vor geführt.

Die jetzige Aufstellung der Bücher in zwei getrennten Räumen (dem sog. „Magazin“ und dem „Lesesaal“) besteht seit 1971. In einem bewussten Schnitt wurden alle nach 1950 erschienen Titel im Lesesaal aufgestellt, um die seinerzeit moderne Fachliteratur über eine Wendeltreppe vom Lehrerzimmer aus frei zugänglich zu halten; alles Ältere wurde - aus Sicherheitsgründen – im Magazin untergebracht; die gut hundert Jahre alte Systematik wurde beibehalten. Die Form der getrennten Aufstellung (insbesondere zum Schutz des Altbestandes) ist üblich. Der digitale Katalog macht die Systematik der Sammlung wieder kenntlich.

Zahlen

Der Gesamtbestand der Lehrerbibliothek ist (ohne das Archiv) auf 1081 Regalmetern untergebracht; davon´entfallen 275 Regalmeter auf den Lesesaal (Fachliteratur seit 1950), 608 Meter auf das Magazin (historischer Altbestand) und 198 Meter auf den sog. Archivgang mit dem Bestand der Signatur A 1, griechische Philologie, der Buchsammlung Direktor Langes und der wertvollen Sammlung der „Schulprogramme“. Im Lesesaal befinden sich ca. 7000 Bände, im Magazin 18 000 und im Archivgang ca. 4000 Bände. Ein Viertel des Bestandes ist im Lesesaal durchgehend zugänglich; die Arbeitsplätze des „Magazins“ mit den Altbeständen und dem Archiv sind zur Zeit Mittwochs unter Aufsicht benutzbar, auch für auswärtige Besucher.

Bestandserhaltung

Infolge zu hoher Luftfeuchtigkeit durch Einfachverglasung 1971 war in den unteren beiden Regalreihen bei einer Reihe von Exemplaren der historischen Buchsammlung im Laufe der Jahre Schimmelbefall zu verzeichnen gewesen. 2001 wurden knapp 1000 Bände einzeln „abgesaugt“ und gereinigt (Kosten: 5300 DM). Der Kostenvoranschlag für die Absaugung und Pflege weiterer ca. 350 Bände wertvollsten Bestandes des 16. und 17. Jahrhunderts belief sich auf 15.000 DM; die Maßnahme wurde nicht durchgeführt. Eine wissenschaftliche Untersuchung mit Bestimmung der Pilzarten wurde 2002 von der Universität Oldenburg erstellt. Durch Installierung von Entfeuchtungsgeräten und den Einbau einer Doppelverglasung der gesamten Fassade wurde das Klima der Bibliothek stabilisiert und entspricht seither der für alte Buchbestände gültigen Norm. Die noch unbehandelten Bände mit Pilzrasen (=Staubablagerungen auf abgestorbenem Befall) sind für die Benutzung gesperrt und werden nicht bewegt.

Siehe dazu:

Reinhard Feldmann: Grundsätze der Konservierung. Bei: Forum Bestandserhaltung der ULB Münster

 

Felicitas Noeske

Klaus Ropelius

 

Liste der Inkunabeln des Christianeums