Gymnasium CHRISTIANEUM

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Schulentwicklung im Christianeum: SiC!



SiC Zwischenbericht zum 1.2.2013

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Im Mittelpunkt der Arbeit der Steuergruppe steht das Ziel all unserer Bemühungen: „Respekt und Verantwortung“ in der Schule zu Stärken und weiter zu entwickeln. Innerhalb dieser Zielrichtung hat die Schule in der letzten Zeit verschiedene Projekte initiiert, die von der Steuergruppe und anderen Gremien betreut und evaluiert werden.

Respekt und Verantwortung

Abgeschlossene Projekte:

  • Epochenunterricht: Im letzten Schuljahr haben Versuchsgruppen der Mittel- und Oberstufe den Fachunterricht in halbjährigen Epochen mit verstärkter Stundenzahl oder in ganzjährigem Unterricht mit normaler Wochenstundenzahl erhalten. Die Evaluation des Projekts ergab Vorteile für den Epochenunterricht, die besonders in der stärkeren Bedeutung des Faches bei höherer Stundenzahl und der Reduzierung der Anzahl von Fächern für die Schülerinnen und Schüler hervortraten. Entsprechend wurden bei der Neufassung der Stundentafel diese Ergebnisse berücksichtigt.
  • Stundentafel: Mit den von der Behörde für Schule und Berufsbildung beschlossenen veränderten Anforderungen an die Stundentafel der allgemeinbildenden Schulen (u.a. mit Religion/Philosophie in den 7. Klassen, verstärktem Unterricht in der 3. Fremdsprache, Veränderungen in der Oberstufe) ist mit dem 01. August 2012 eine neugefasste Stundentafel in Kraft getreten.
  • Hausordnung: Mit dem zunehmenden Einzug mobiler Medien und den veränderten Bedingungen im Schulalltag (Ganztagsschule, Schulzeitverkürzung, Profiloberstufe) war eine Überarbeitung und Anpassung der Hausordnung notwendig geworden. Die neue Hausordnung ist am 01. Februar 2013 in Kraft getreten.

Projekte in der Erprobung:

  • Individuelle Lernräume: Neun Klassen haben bisher ihren Klassenraum selbst gestaltet und eine neue Möblierung erhalten. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer gern im Raum aufhalten. Der Unterricht verläuft dadurch zum Teil entspannter und konzentrierter. Ob durch die Eigengestaltung die Identifikation so weit steigt, dass die Einstellungen zu Sauberkeit und Ordnung nachhaltig verbessert werden, muss erst eine längere Beobachtung zeigen.
  • Schulinternes Curriculum: Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit der Fachkonferenzen liegt ein erster Entwurf zu einem schulinternen Curriculum vor. Dieser muss jetzt sorgfältig geprüft und überarbeitet werden. Die Einführung ist zum neuen Schuljahr geplant, aber nicht zwangsläufig. Hier muss Sorgfalt vor Geschwindigkeit gehen.
  • Fördern und Fordern: Die Konzeption zum Fördern und Fordern mussten mehrfach überarbeitet werden, da sich im Erprobungszeitraum die Vorgaben der BSB mehrfach änderten. Neben der verbindlichen und durch neue gesetzliche Regelungen vorgeschirebenen Förderung von Schülern in Fächern mit mangelhaften Leistungen geht es in dem zu überarbeitenden Konzept uns auch um die Förderung von Exzellenz (Begabten-Förderung) und die Förderung von Schülern mit Nachholbedarf auch unterhalb der gesetzlich geregelten Schwelle. Die derzeitige Weiterentwicklung des Konzepts steht auch in Zusammenhang mit der Fortschreibung der
  • Werkstätten: In den Werkstätten erhalten die Schülerinnen und Schüler attraktive Angebote außerhalb der im Curriculum festgelegten Wissens- und Stoffgebieten. Die Kurse richten sich an Wettbewerbe (z.B.: Jugend forscht, NATEX, Jugend debattiert, Mathematik-Olympiade, Geschichtswettbewerb) oder sind produktorientiert (z.B.: Erstellung und Verlegung eines Kinder-Romans, Roboterbau, Kulissenerstellung). Ab dem Schuljahr sollen sich das Werkstattangebot in drei Themenbereichen auftrennen: Kunst und Kultur, Mathematik und Naturwissenschaften, Sprache und Gesellschaft. Die Schülerinnen und Schüler sollen in Verlaufe der Mittelstufe aus jedem der drei Bereiche eine Werkstatt angewählt haben.

Neu geplante Projekte:

  • Portfolio-Arbeit: Mit dem Portfolio verknüpfen wir die Hoffnung, dass Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe (noch) mehr Interesse und Motivation erhalten, das Schulleben aktiv mitzugestalten und sich für seine Mitschüler, für die Schule und den Stadtteil zu engagieren. Das wertvolle Engagement soll sichtbar werden, die Schülerinnen und Schüler sollen die entsprechende Wertschätzung erfahren. Im Portfolio sammeln die Schülerinnen und Schüler alle Dokumente und Berichte, die dieses Engagement abbilden: Patenschaften für Klassen, Tätigkeiten für die Klasse oder Schule, Praktikumsberichte und –zeugnisse sowie die Zertifikate der Werkstätten. Das Portfolio wird Grundlage für die Lern-Entwicklungs-Gespräche und ermöglicht dadurch eine ganzheitlichere Wahrnehmung außerhalb von Unterricht und Noten. Auch für die Berufsorientierung und für Bewerbungen kann das Portfolio eine gute Grundlage bilden. Die erste versuchsweise Einführung soll in den neu zusammengesetzten achten Klassen des nächsten Schuljahres erfolgen.
  • Schüler-Feedback: Schüler möchten ernst genommen werden und ihre Meinung über Schule und Unterricht äußern. Was liegt also näher als sie zum Kerngeschäft von Schule, dem Unterricht, zu befragen und sie in die Verbesserung und Weiterentwicklung von Unterricht einzubeziehen? Schülerfeedback ist dabei nicht als Beurteilungsinstrument anzusehen, sondern geht den entscheidenden Schritt weiter in Richtung eines Entwicklungsinstrumentes. Feedback dient der Versachlichung der Rückmeldungen, denn im Vordergrund steht die Sache und nicht die Person. Zurzeit entwickelt die Steuergruppe geeignete Feedback-Verfahren. Eine Einführung in einer ersten Versuchsgruppe ist für Sommer 2013 geplant.
  • Kollegiale Unterrichtshospitationen: Kollegiale Unterrichtshospitationen sind eine einfache und wirksame Methode, den eigenen Unterricht zu reflektieren und zu verbessern. Ziel der Unterrichtshospitation ist die Entwicklung der Unterrichtsqualität, insbesondere des jahrgangsübergreifenden Lernens. Dazu werden Tandems unter den Lehrkräften gebildet, die wechselseitig hospitieren. Diese Einrichtung gibt es im Rahmen der internen Fortbildung schon seit einigen Jahren am Christianeum. Die Steuergruppe diskutiert die Verknüpfung der Hospitationen mit dem Einsatz der Schüler-Feedback-Bögen. Diese Verknüpfung könnte eine systematische Entwicklung befördern, indem der Fokus des Beobachtens auf empirisch belegte Fragestellungen lenkt.